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Geschichte

Die Chronik der Feuerwehr Schwedt ist gleichzeitig zum größten Teil auch unsere Chronik. Unser Zug ist so alt wie die Feuerwehr Schwedt.
 

20.02.1880: Aufruf des Magistrats zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr

 

24./25.02.1880: Zigarrenfabrik Dieterle hinter dem Flinkenberg brennt ab, entscheidender Anstoß zur Gründung der Feuerwehr

 

ab Juli 1880: Übungen der Feuerwehrleute .Geräte werden über Stiftungen beschafft. Gerätehaus am Karthausplatz wird gebaut.

 

04.10.1880: Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schwedt/Oder mit ca. 50 aktiven, Wehrleiter Alfred Schulze

 

1882: Hermann Paege wird Wehrleiter

 

September 1882: Erster Einsatz der Wehr, drei weitere in dem Monat, 12 Scheunen brennen dabei nieder.

 

1885: Die Feuerwehr erhält 600m Schlauch und einen Wasserzubringer

 

28.02.1887: Die Stadtkirche brennt nieder.

 

1887: Hermann Kettlitz wird Wehrleiter

 

1889: Johannes Pommer wird Wehrleiter

 

1890: Erneuter Wechsel, Rudolf Siegmuntowski wird Wehrleiter.

 

1893: Gründung einer zweiten Wehr durch selbständige Gewerbetreibende, der Selbstständigen Freiwilligen Feuerwehr Schwedt. Sie beschafft ihre Geräte selber und legt sich eine Dampfspritze mit Kohletender zu.

 

1894: Otto Rüstow wird Wehrleiter

 

03.09.1900: Großfeuer in der Mittelstraße

 

1902: Die Freiwillige Feuerwehr kauft eine mechanische Drehleiter.

 

1902: Georg Liebig wird Wehrleiter

 

1906: Johannes Lange wird Wehrleiter

 

1910: Es kommt zu mehreren Speicherbränden

 

18./19.09.1911: Oderbrücke und Küglersche Badeanstalt brennen.

 

1914-1918: Die Wehr schrumpft durch den ersten Weltkrieg

 

Frühjahr 1920: Aus einer Sammlung beschafft die Feuerwehr eine Motorspritze.

 

11.09.1920: Brand bei Kaufmann Rosner zeigt, dass die Wehr mit neuen Mitgliedern aufgefrischt werden muss. Nach wenigen Tagen können 33 neue Aktive aufgenommen werden.

 

März 1928: Mehrere Waldbrände im Elsenbruch und im Torfbruch

 

08.08.1928: die Oderflutbrücke brennt, mehrere Wehren aus der Nachbarschaft kommen zur Hilfe, Angermünde kommt mit ihrem neuen Autolöschzug.

 

17./18.05.1930: Die beiden Feuerwehren feiern mit einer Brandschutzwoche unter dem Motto "Gott zur Ehr-dem nächsten zur Wehr" das 50-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr. Gleichzeitig findet in Schwedt ein Verbandstag des Kreisfeuerwehrverbandes Angermünde, dessen Vorsitzender Wehrleiter Johannes Lange ist, statt.

 

06.01.1931: Kam. Gustav Grütte wird als erster Feuerwehrmann ohne Charge mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz ausgezeichnet.

 

22.11.1931: Brandinspektor Lange wird 60 Jahre und mit dem Preußischen Feuerwehrverdienstkreuz ausgezeichnet.

 

18.04.1933: Die beiden Feuerwehren werden zur Freiwilligen Feuerwehr Schwedt/Oder zusammengeschlossen, eine neue Satzung beschließt, dass alle Mitglieder, die über 60 Jahre alt sind, zur Altersabteilung gehören und der Wehrleiter immer Mitglied der Einsatzabteilung sein muss. Somit können die Kameraden Bothe und Lange nicht mehr das Amt des Wehrleiters ausüben. Neuer Wehrleiter wird Fritz Engelmann.

 

28.04.1933: Es kommt zu einem größerem Grasnarbenbrand an der Badeanstalt

 

01.05.1933: Die Feuerwehr nimmt mit anderen Organisationen am Festumzug am ersten "Tag der Arbeit" ´teil.

 

06.10.1934: 54.Stiftungsfest der Feuerwehr, die Kameraden Lange, Bothe und Wilcke werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

29.05.1935: Die Schwedter Feuerwehr probt eine Kleinmotorspritze

 

17.11.1935: Erster großer Feuerwehrapell des Aufmarschbezirkes Schwedt

 

20.01.1938: Bekanntmachung des Bürgermeisters über die Gründung einer Pflichtfeuerwehr.

 

15.06.1938: Die Stadt stellt zum besseren Schutz des Scheunenviertels gegen Feuergefahr einen Hydrantenwagen in der alten Postgararge in der Heinersdorfer Straße ab.

 

08.10.1938: Das 58.Stiftungsfest der Wehr wird in Anwesenheit des Bürgermeisters begangen.

 

30.10.1938: Große Feuerwehrübung in Schwedt am Tabakspeicher beim Paradeplatz.

 

1939: Schwedt hat eine Größe von 3170.13ha

 

bis 1939: Es existiert eine Hornistengruppe zur Alarmierung der Feuerwehr. Diese wird durch eine Feuerwehrsirene ersetzt.

 

1939-1945: Umbau von alten Lastwagen zu Löschfahrzeugen durch Stellmacher und Schmiedemeister Franz Hartmann um einsatzbereit zu bleiben.

 

1945: Schwedt wird durch die Kriegshandlungen zu 80% zerstört. Mehrere Kameraden bemühen sich um den Wiederaufbau der Wehr. Als Uniformen werden umgearbeitete Wehrmachtsuniformen genutzt. Die nötigen Geräte werden durch die Stadt und Versicherungen beschafft.

 

1951: Kamerad Jäger leitet die Wehr

 

1955: Kauf eines Löschfahrzeuges mit Heckpumpe

 

1958: Die Bevölkerung von Schwedt steigt durch den Aufbau der Industrie schnell an. Es werden weitere Sirenen in Betrieb genommen und können ab 1960 mittels Postkabel gleichzeitig ausgelöst werden.

 

1959: Unter Leitung von Brandmeister Werner Milenz wird mit drei Frauen eine Gruppe "Vorbeugender Brandschutz", sowie die AG "Junger Brandschutzhelfer" gebildet. Die Wehr hat eine Stärke von 45 Mitgliedern, ist im Gerätehaus am Karthausplatz untergebracht und trifft sich dort zu wöchentlichen Dienstabenden. Zur Ausrüstung gehören LF8,LF16 S4000; CO²-Gerät;Schlauchboot;STA; 500m Schlauch

 

1961: Schwedt wird Stadtkreis. Durch die Industrialisierung der Stadt entstehen betriebliche Freiwillige Feuerwehren im Rohtabak, der Papierfabrik, dem Kraftverkehr und einem Kommando der Berufsfeuerwehr im Erdölverarbeitungswerk.

 

1968: Einweihung des neuen Gerätehauses in der Heinersdorfer Straße, es gibt eine Fahrzeughalle für vier Fahrzeuge, einen Schulungsraum, eine Schlauchwäsche und einen Trockenturm. Das alte Gerätehaus am Karthausplatz wird abgerissen.

 

28.06.1970: Wolfgang Sypitzki wird Bezirksmeister im Sturmleitersteigen und auf der 100m-Bahn

 

1.07.1972: Schwedt/O. erhält ein eigenes Volkspolizei-Kreisamt Abteilung Feuerwehr, als Leiter ist Martin Guttsei eingesetzt. Die Wehr wird in diesen Jahren von K.-H. Klatt geführt.

 

Januar 1975: Die Freiwillige Feuerwehr erhält ein TLF16 W50

 

1977: Die Freiwillige Feuerwehr übernimmt eine Drehleiter (DL25) von der Betriebsfeuerwehrabteilung des PCK. Mit Übernahme der neuen Fahrzeuge wurde der Funkverkehr eingeführt. Seit 1977 kann die Einsatztruppe über Funkalarmempfänger alarmiert werden, es entstehen viele Brände durch Fahrlässigkeit. Der Vorbeugende Brandschutz nimmt einen breiten Raum der Arbeit ein.

 

1978: Kamerad Sypitzki nimmt an den 13. DDR-Wettkämpfen im Feuerwehrkampfsport in Weimar teil.

 

1979: Kamerad Joachim Mandel übernimmt die Leitung der Wehr in der Heinersdorfer Straße.

 

Oktober 1980: Fest zum 100-jährigen Bestehen der Wehr.

 

31.12.1980: Anlegung eines Einsatzbuches.

 

24.11.1980: Der Wehr wird eine neue Drehleiter (DL30 W50) übergeben. Die alte DL25 wird dem Kreis Strausberg übergeben.

 

01.05.1981: Übernahme des Gerätehauses für die Stadtteile Talsand und Waldrand im Industriegelände, neben der Großbäckerei ( Heute der 2.Zug der Ortsfeuerwehr Schwedt). Die Feuerwehr ist jetzt in die Kommandostellen Heinersdorfer Straße, Werner-Seelenbinder-Straße und Stadtteil Heinersdorf unterteilt. Wehrleiter ist Kamerad Gerhard Karl. Fahrzeugbestand: 2 TLF16; LF16 W50; LF16 S4000; LF8-TS8: STA;DL30 W50

 

26.-28.06.1981: Wochenendlehrgang in Mescherin. Dabei verletzt sich Kamerad Sypitzki am 26.6. einen Halswirbel.

 

Juni 1981: Die Wehr Heinersdorfer Straße gewinnt den Kreispokal im Feuerwehrkampfsport.

 

01.01.1982: Bildung eines Wirkungsbereiches der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren mit den selbstständigen Freiwilligen Feuerwehren Heinersdorfer Straße (Jochen Mandel), Werner-Seelenbinder-Straße (Eberhard Wuttke) und Ortsteil Heinersdorf (Emil Behnke).

 

20.01.1982: Die DL30 wird zu einem Unfall in der Papierfabrik gerufen. 3 Arbeiter sind vom Schornstein abgestürzt und tödlich verunglückt.

 

04.10.1982: Waldbrand an der Papierfabrik Einsatzleiter war Karl-Heinz Schulz

 

04.12.1982: Die Freiwillige Feuerwehr Heinersdorfer Straße wird als "Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr" anerkannt.

 

14.03.1983: Großübung in der Papierfabrik.

 

18.06.1983: Der Pokal im Feuerwehrkampfsport wird erfolgreich verteidigt.

 

12.09.1983: In der Papierfabrik kommt es zu einem Großbrand

 

24.12.1983: Ein Militärflugzeug stürzt vor Schwedt ab. Nach der Brandbekämpfung wird das Wrack bis zum Eintreffen der Armee gesichert.

 

01.02.1984: Kamerad Wolfgang Sypitzki übernimmt die Leitung der Wehr.

 

Juni 1984: 10 Kameraden nehmen an den Bezirkswettkämpfen in Fürstenwalde teil und erringen den 3.Platz im Löschangriff und den 1.Platz beim schnellsten Feuerwehrmann in der AK18

 

29.09.1984: Die FFw Heinersdorfer Straße bekommt den Ehrennamen "Erich Jäger" verliehen.

 

30.11.1984: Auf einer Arbeitstagung der örtlichen Feuerwehren wird der FFW "Erich Jäger" anlässlich des 35. Jahrerstages der DDR ein Ehrenbanner mit Ehrenschleife verliehen.

 

07.12.1984: Bei einem Wohnungsbrand werden sechs Personen verletzt, unter anderem wird Kamerad Gerd Schulz auf tragische Weise schwer verletzt.

 

07.08.1985: Beim Kreiswettkampf auf dem Sportplatz "Bildungszentrum" belegt die FFw Heinersdorfer Straße den 2.Platz.

 

Dezember 1985: Brand im Fertigwarenlager der Papierfabrik

 

08.02.1986: Erneuter Brand im Fertigwarenlager der Papierfabrik, der Einsatz dauert bis 16.02. an. In der Nacht des 09.02. herrschen bis -27°C

 

24.02.1986: Die Heizungsleitungen vor der Marie-Curie- und Neubauerstraße explodierten, angrenzende Wohnungen und Kindergärten müssen geräumt werden.

 

19.03.1989: Wohnungsbrand in der Thomas-Mann-Straße, 22 Wohnungen werden in Mitleidenschaft gezogen.

 

29.09.1990: Der Stadtfeuerwehrverband (gegr. 26.04.1990) veranstaltet anlässlich des 110. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Schwedt den ersten Stadtfeuerwehrtag

 

01.11.1990: Die drei freiwilligen Feuerwehren der Stadt formieren sich zur Freiwilligen Feuerwehr Schwedt/Oder mit den Löschzügen Heinersdorfer Straße (heute 1. Zug der Ortsfeuerwehr Schwedt), Bäckerstraße (heute 2. Zug der Ortsfeuerwehr Schwedt) und Heinersdorf (heute Ortsfeuerwehr Heinersdorf). Berufung von Dietmar Wilke als Stadtbrandmeister und Manfred Behm als sein Stellvertreter.

 

Ende 1991: Im Rahmen des Katastrophenschutzes wird ein Löschzug Rettung gebildet, dafür werden der Feuerwehr zwei Löschgruppenfahrzeuge LF16/TS zugeführt, wovon eins bei uns stationiert wird.

 

10.12.1992: Schwedt erhält einen von 15 durch das Land beschaffte Gerätewagen-Gefahrgut, welcher bei unserem Zug stationiert wird.

 

Mai 1993: Übergabe des Gerätehausanbaus des Löschzuges Heinersdorfer Straße, wo auch die Hauptamtlichen Kräfte untergebracht sind.

 

13.09.1994: Brand der ehemaligen Konsumgaststätte "Plock"

 

15.12.1996: Der Bau- und Einrichtungsmarkt brennt ab.

 

1997: Jahrhundert-Hochwasser an der Oder,ebenso sind nahe Gewässer und der Kanal davon betroffen, am Wasser gelegene Grundstücke werden überschwemmt. Es werden zahlreiche Einsätze durch die Feuerwehr gefahren.

 

1998: Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges (LF16/12) für den Löschzug, ebenso für den Löschzug Bäckerstraße. Die Hauptamtlichen Kräfte erhalten ein Tanklöschfahrzeug (TLF16/25)

 

07.09.1999: Stationierung eines Gerätewagen-Dekontamination beim Löschzug, der später nach Heinersdorf umgesetzt wird.

 

31.12.1999: Aufgrund des "Jahr 2000 Problems" gilt von 22:00-02.00Uhr vorsorglich der Ausnahmezustand für die Feuerwehr. Mit mehreren Löschzugen der Stadt wird ein Bereitschaftsdienst absolviert.

 

Oktober 2000: Die Feuerwehr Schwedt feiert ihr 120-jähriges Gründungsjubiläum.

 

08.02.2005: Eröffnung des Festjahres "125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schwedt" mit einer Ausstellung im Rathaus 2 der Stadt Schwedt.
 

Quelle: Festschrift 125 Jahre Feuerwehr Schwedt