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Infos für Sie

A / Ä

ABC-Einsatz

Unter dem Begriff ABC-Einsatz werden alle Einsätze zusammengefaßt, bei denen atomare (radioaktive), biologische und chemische Gefahren das Leben von Menschen, Tieren oder der Umwelt bedrohen.

 

Abwehrender Brandschutz

Der abwehrende Brandschutz ist eine Aufgabe der Feuerwehr und bildet das Gegenstück zum vorbeugenden Brandschutz. Abwehrender Brandschutz ist alles, was die Feuerwehr unternimmt, wenn es brennt.

 

AFFF

AFFF ist ein Löschmittel und die Abkürzung für Wasserfilmbildendes Schaummittel (engl.: aqueous film forming foam) auch A3F.


AFFF gehört zur Gruppe der Filmbildenden Schaummittel. Diese werden unterteilt in alkoholbeständige und nicht alkohlbeständige Schaummittel. Gemeint ist hiermit die Fähigkeit Flüssigkeitsbrände zu löschen, bei denen der Brennstoff löslich (Alkohol, polare Flüssigkeiten) oder unlöslich (Mineralöl, unpolare Flüssigkeiten) in Wasser ist.

 

Angriffstrupp (AT, A-Trupp)

Der Angriffstrupp besteht aus mindestens 2 Feuerwehrangehörigen, kann jedoch in Einzelfällen auf 3 erhöht werden. Bei einem Brandeinsatz geht er zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung vor. Bei einem Hilfeleistungseinsatz rettet er Personen aus Zwangslagen.

 

Atemgifte

Atemgifte sind Stoffe, welche schädigend auf Menschen oder Tiere einwirken. Sie entstehen z. B. bei Bränden von Stoffen, welche nicht zur Verbrennung bestimmt sind.

 

Atemschutzgerät

Um sich bei Einsätzen wo Atemgifte auftreten können vor diesen zu schützen tragen speziell ausgebildete Feuerwehrangehörige Atemschutzgeräte. Mit diesen können sie, je nach Schwere der Arbeit, bis zu 30 Minuten arbeiten.

 

Man unterscheidet in umluftabhängigen Atemschutz (z.B. Masken mit einem Filter) und umluftunabhängigen Atemschutz, bei dem ein Atemschutzgerät mit Luftflasche auf dem Rücken getragen wird und über einen Schlauch mit einer Maske verbunden ist.

 

B

Backdraft

Backdraft bedeutet im Feuerwehrjargon eine gefährliche Unterart der Rauchdurchzündung.

Es kommt in einem geschlossenen Raum zu einem Brand, der jedoch mangels Sauerstoff bald wieder, eventuell über die Zwischenstation Schwelbrand, verlischt. Im Raum befinden sich durch die vorhergegangene Pyrolyse jedoch noch brennbare Gase und Dämpfe. Der Raum kühlt nun langsam ab, die Gase verlieren dadurch an Volumen, es entsteht ein Unterdruck. Wird nun z.B. eine Tür geöffnet, wird durch den Unterdruck frische Luft von ausserhalb angesaugt, das Gemisch ist zündfähig. Wenn nun noch eine Zündquelle vorhanden ist (Glutnester etc.), explodiert das Gemisch mit u.U. verheerenden Auswirkungen.

Der entstehende Unterdruck, das (annährende) Verlöschen des eigentlichen Brandes und die stärkere Explosion sind deutliche Unterscheidungskriterien zur normalen Rauchdürchzündung, dem so genannten Flashover oder dem so genannten Rollover.

 

Berufsfeuerwehr (BF)

Eine Berufsfeuerwehr ist eine öffentliche Feuerwehr, welche aus hauptamtlichen Feuerwehrleuten besteht. In Städten mit mehr als 100000 Einwohnern sind diese gesetzlich vorgeschrieben.

 

Betriebsfeuerwehr (BtF)

Eine Betriebsfeuerwehr ist ähnlich einer Werksfeuerwehr, jedoch fehlt ihr die staatliche Anerkennung. Sie ist aus versicherungstechnischen Gründen in Betrieben eingerichtet, die zwar noch keine Werksfeuerwehr aufstellen müssen, jedoch aufgrund der aus der Betriebsfeuerwehraufstellung folgenden Brandschutzversicherungsrabatte finanziell mit Feuerwehr besser dastehen als ohne.

 

BOS

Die Abkürzung BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Man unterscheidet in polizeiliche- und nichtpolizeiliche BOS. Zu den nichtpolizeilichen BOS gehören z.B. Feuerwehr, Rettungsdienste, THW, Zoll und die Bundeswehr.

 

Brandklasse

Brände werden in Brandklassen eingeteilt. Es gibt die Brandklassen A, B, C, D und F

  • Brandklasse A: Brände von festen Stoffen, z.B. Holz, Papier
  • Brandklasse B: Brände von flüssigen oder flüssigwerdenden Stoffen, z.B. Benzin, Diesel, Paraffin
  • Brandklasse C: Brände von Gasen, z.B. Propan, Butan, Methan
  • Brandklasse D: Brände von Metallen, z.B. Magnesium, Aluminium
  • Brandklasse F: Brände von Fetten in Frittier- und Fettbackgeräten

 

Brandmeldeanlage (BMA)

Eine Brandmeldeanlage ist eine technische Einrichtung in öffentlichen Gebäuden, welche zur Branderkennung und Alarmierung der Feuerwehr installiert ist. Weiterhin warnt sie durch akustische und optische Einrichtungen gefährdete Personen und steuert zum Beispiel Brandschutztüren, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen oder Löscheinrichtungen.

 

Brandsicherheitswache

Eine Brandsicherheitswache oder auch Brandsicherheitsdienst dient dazu einen möglichen Brand in seiner Entstehung zu bekämpfen.


Bei vielen Veranstaltungen oder in Theatern, kurz wo organisiert größere Menschenansammlungen stattfinden, kann eine Brandsicherheitswache vorgeschrieben werden.


Die Anzahl der Brandsicherheitswachen obliegt in Deutschland bei der für den Brandschutz verantwortlichen Abteilung oder Behörde der Stadt- oder Gemeindeverwaltung.


Damit eine Brandsicherheitswache effektiv ist, müssen ihr auch Kleinlöschgeräte, wie Feuerlöscher oder Wandhydranten zur Verfügung stehen. Bei größeren Ereignissen unterstützen auch ausreichend Feuerwehrfahrzeuge die Brandsicherheitswache.


Zu den Aufgaben des Brandsicherheitsdienstes gehört es auch vor Beginn und während der Veranstaltung die Einhaltung allgemeiner Regeln des vorbeugenden Brandschutzes sowie auf eventuelle Auflagen zu achten.

 

Brandwache

Eine Brandwache kommt zum Einsatz, wenn nach einem Brand nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich erneut ein Feuer aufgrund noch vorhandener Glutnester entzündet. Sie kann von der Feuerwehr durchgeführt werden, es besteht aber auch die Möglichkeit den Eigentümer zu dieser Maßnahme zu verpflichten.

 

C

Chemikalienschutzanzug (CSA)

Der Chemikalienschutzanzug schützt, wie der Name schon sagt, den Feuerwehrangehörigen vor gefährlichen Chemikalien (z.B. Säuren, giftigen Stoffen, Flüssigkeiten, etc.), welche an Einsatzstellen mit gefährlichen Gütern auftreten können. Er ist gasdicht, was bedeutet, dass die Einsatzkraft ein Atemschutzgerät benötigt um mit diesem Anzug arbeiten zu können. Um mit einem CSA arbeiten zu dürfen bedarf es einer speziellen Ausbildung.

 

D

Dekontamination

Unter Dekontamination versteht man vereinfacht gesagt, die Reinigung von Einsatzkräften und Geräten nach einem Einsatz, welche z.B. mit Brandrauch oder gefährlichen Stoffen kontaminiert wurden.

 

Drehleiter (Automatik) mit Korb 23/12 (DL(A)K 23/12)

Bei der Drehleiter (Automatik) mit Korb handelt sich um ein Hubrettungsfahrzeug, welches dazu bestimmt ist, Personen aus Höhen oder Tiefen zu retten, bzw. eine äußere Brandbekämpfung von z.B. Dachgeschossen vorzunehmen. Die Zahlen 23 und 12 stehen für die Nennrettungshöhe von 23 Metern bei einer Nennausladung von 12 Metern.

 

Drehleitern mit Automatikantrieb sind in der Lage alle drei Bewegungen (aufrichten, drehen, ausfahren) gleichzeitig auszuführen, während Drehleitern mit sequenziellen Antrieb nur jeweils eine der drei Bewegungen ausführen kann. Diese werden DL(S)K abgekürzt.

 

Druckschläuche

Druckschläuche sind Armaturen zur Wasserfortleitung. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Längen.

  • A-Schlauch: Innendurchmesser = 110mm; Längen: 5m, 20m
  • B-Schlauch: Innendurchmesser = 75mm; Längen: 5m ,20m ,35 m
  • C-Schlauch: Innendurchmesser = 42 oder 52mm; Längen: 15m, 20m, 30m
  • D-Schlauch: Innendurchmesser = 25mm; Längen: 5m, 15m
  • F-Schlauch: Innendurchmesser = 150mm; Längen: 20m

 

E

Einsatzleitwagen (ELW)

Der Einsatzleitwagen (ELW) dient dem Einsatzleiter bzw. der Einsatzleitung an der Einsatzstelle zur Führung der Mannschaften. Es gibt ihn in verschiedenen Größen (ELW 1, ELW 2, ELW 3)

Auf ihm befindet sich meistens umfangreiches Kartenmaterial, eine großzügige Funkausrüstung sowie Mobiltelefone und Faxgeräte. In der heutigen Zeit sind sie auch größtenteils mit Internet ausgestattet.

 

Eiserner Vorhang

Der eiserne Vorhang ist eine Brandschutzeinrichtung im Theater, welcher im Brandfall heruntergelassen wird und somit die Bühne vom Zuschauerraum abriegelt. Dadurch wird eine Brandausbreitung verhindert.

 

Euronotruf 112

Die EU-Kommission führte bereits 1991 eine einheitliche Notrufnummer für den europäischen Raum ein. Wer also in Europa unterwegs ist und dringend Hilfe benötigt, landet unter der 112 immer bei einer Leitstelle der Feuerwehr, dem Rettungsdienst oder der Polizei und bekommt dort die Hilfe, die er benötigt. Die regionalen Notrufnummern behalten trotzdem ihre Gültigkeit und können ebenso verwendet werden.

 

F

Feuerlöschkreiselpumpe

Feuerlöschkreiselpumpen bilden das „Herz“ eines Löschfahrzeuges. Sie sind fest im Fahrzeug verbaut und werden über einen Nebenantrieb vom Fahrzeugmotor angetrieben.

 

Feuerwehrleine

Bei der Feuerwehr kommen spezielle Leinen zum Einsatz, welche 30 Meter lang sind und eine Tragkraft von 1,4 Tonnen aufweisen. Sie dienen dazu, Personen bei Abstiegen über tragbare Leitern zu sichern oder um Materialien hinaufzuziehen oder herabzulassen.

 

Freiwillige Feuerwehr (FF)

Eine Freiwillige Feuerwehr ist eine öffentliche Feuerwehr, die sich hauptsächlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern, mitunter auch einigen hauptamtlichen Kräften (z.B. für den Rettungsdienst, in Werkstätten) zusammensetzt.

 

G

Gefahrstoffeinheit

Die Gefahrstoffeinheit ist eine besonders ausgerüstete und geschulte Feuerwehreinheit innerhalb eines Landkreises oder einer Stadt, welche dazu mit spezieller Technik ausgestattet ist. Sie wird zu Unfällen oder Bränden mit gefährlichen Stoffen und Gütern zusätzlich zur örtlichen Feuerwehreinheit alarmiert.

 

Gerätewagen (GW)

Sind Feuerwehrfahrzeuge, die zum Bereitstellen von Geräten für jegliche Art von Feuerwehreinsätzen benötigt werden.

 

Man unterscheidet

  • Gerätewagen-Atemschutz (GW-A),
  • Gerätewagen-Gefahrgut (GW-G),
  • Gerätewagen-Öl (GW-Öl),
  • Gerätewagen-Rüstmaterial (GW-Rüst)

und viele andere...

 

Gruppe (1/8/9)

Die Gruppe ist die taktische Grundeinheit bei der Feuerwehr. Sie besteht aus insgesamt 9 Feuerwehrangehörigen. Einem Maschinisten, einem Gruppenführer, dem Angriffstrupp (2 FA), dem Wassertrupp (2 FA), dem Schlauchtrupp (2 FA) und einem Melder. Die Bezeichnung 1/8 bezieht sich auf eine Führungskraft (1 Gruppenführer) und 8 Mannschafter.

 

H

Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF)

Das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug ist ein Fahrzeug, welches zur Brandbekämpfung und zur erweiterten technischen Hilfeleistung eingesetzt wird. Es ist mit einer Gruppenkabine zur Aufnahme von 9 Feuerwehrangehörigen ausgestattet.

 

Hohlstrahlrohr

Hochstrahlrohre sind Armaturen zur Wasserabgabe. Es gibt sie in den Größen B, C und D.

Sie unterscheiden sich in der Durchflussmenge, welche am Strahlrohr eingestellt werden kann.

 

Hydrant

Mittels einem Hydranten kann Löschwasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden. Man unterscheidet zwischen Über- und Unterflurhydranten.

 

Überflurhydranten sind überirdisch und für jedermann erkennbar.

 

Unterflurhydranten sind über Deckel in der Erde erreichbar und müssen von der Feuerwehr erst mittels Standrohr aufgebaut werden. Zu finden sind sie über Hydrantenschilder, welche rechteckig mit einem roten Rand gekennzeichnet sind.

 

I
 
J
 
K

Kleinbrand

Unter einem Kleinbrand versteht man ein Feuer, welches mittels einem Kleinlöschgerät oder nur mit einem C-Rohr gelöscht werden kann.

 

Kleinlöschgerät

Unter Kleinlöschgeräten versteht man tragbare Feuerlöschgeräte, welche nicht schwerer als 20kg sein sollten. Beispiele dafür sind Feuerlöscher, Feuerpatschen, Löschdecken oder Kübelspritzen.

 

Knoten

Um Materialien wie zum Beispiele Schläuche, Strahlrohre, Werkzeugkästen oder Personen in eine Feuerwehrleine einzubinden gibt es bei der Feuerwehr verschiedene Knoten. Die bekanntesten Knoten sind der Mastwurf, der Kreuzknoten, der Zimmermannsstich sowie der Schotenstich.

 

Kübelspritze

Eine Kübelspritze ist ein Kleinlöschgerät. Sie verfügt über einen Wassertank von 10 bzw. 15 Litern und eine Handpumpe über welche mittels eines D-Schlauchs und D-Strahlrohrs das Wasser auf den Kleinbrand aufgebracht wird.

 

L

Löschgruppenfahrzeug (LF)

Ein Löschgruppenfahrzeug ist ein Feuerwehrfahrzeug, welches zur Brandbekämpfung und zur einfachen technischen Hilfeleistung eingesetzt werden kann. Die Besatzung besteht aus einer Gruppe (1/8).

 

M

Mehrzweckstrahlrohre

Mehrzweckstrahlrohre sind Armaturen zur Wasserabgabe und die noch am meist vorhandenden Strahlrohre bei den Feuerwehren, werden aber immer mehr durch Hohlstrahlrohre, aufgrund ihrer höheren Effizienz, ersetzt. Bei Mehrzweckstrahlrohren kann die Durchflussmenge mithilfe eines Mundstücks eingestellt werden. Mehrzweckstrahlrohre gibt es in den Größen B, C und D. Mehrzweckstrahlrohre besitzen ein Absperrorgan und können somit Vollstrahl, Sprühstrahl und Wasser halt geben.

 

Durchflussmengen: ohne Mundstück / mit Mundstück

 

B-Mehrzweckstrahlrohr = 800 Liter / 400 Liter

 

C-Mehrzweckstrahlrohr = 200 Liter / 100 Liter

 

D-Mehrzweckstrahlrohr = 50 Liter / 25 Liter

 

Mundstück

Mundstücke dienen dazu, bei Mehrzweckstrahlrohren die Durchflussmenge zu regulieren.

 

N

Notruf

Unter der Notrufnummer 112 erreichen sie immer die für sie zuständige Leitstelle der Feuerwehr. Beantworten Sie die Fragen des Disponenten und folgen Sie seinen Anweisungen.

Das scherzhafte Anrufen der Notrufnummer und die Angabe von erfundenen Notfällen gilt als Notrufmissbrauch und ist strafbar!!!

 

O / Ö

Ölspur

Eine Ölspur ist meist die Folge eines Verkehrsunfalles oder eines technischen Defekts an einem Fahrzeug. Zur Beseitigung wird ein Bindemittel auf die Spur gestreut, welche das Öl aufsaugt und die Fahrbahn abstumpft.

 

P

Persönliche Schutzausrüstung

Jedem Feuerwehrangehörigen wird zur Erfüllung seiner Aufgaben im Feuerwehrdienst eine persönliche Schutzausrüstung bestehend aus:

  • Feuerwehrhelm mit Nackenschutz
  • Feuerwehrschutzanzug
  • Feuerwehrschutzhandschuhen und
  • Feuerwehrschutzschuhwerk

 

zur Verfügung gestellt. Der Feuerwehrangehörige ist dazu verpflichtet seine persönliche Schutzausrüstung zu pflegen und sie bei Ausbildung, Übung und im Einsatz zu tragen.

 

Pflichtfeuerwehr

Gelingt es einer Kommune/Gemeinde nicht, ausreichend viele Einwohner für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr zu gewinnen, kann sie Einwohner im Alter von 18 bis 65 Jahren zum Feuerwehrdienst verpflichten. Ist dies notwendig spricht man von einer Pflichtfeuerwehr

 

Q

 

R

Rettungsgerät (hydraulisches)

Ein hydraulisches Rettungsgerät besteht entweder aus einer Rettungsschere und einem Rettungsspreizer oder einer Kombination aus beiden Geräten. Mit diesen Gerätschaften können Fahrzeuge aufgeschnitten werden um eingeklemmte Personen nach einem Verkehrsunfall zu befreien.

 

Rettungszylinder

Rettungszylinder sind hydraulisch betriebene Geräte mit denen man Öffnungen, wie z.B. eine Fahrertür auseinanderdrücken kann.

 

S

Saugkorb

Der Saugkorb befindet sich am im Wasser befindlichen Ende der Saugleitung. Er verhindert das Einströmen von Steinen oder Fischen in die Saugleitung und sorgt mittels Rückschlagklappe dafür, dass die Wassersäule nicht abreißt.

 

Saugleitung

Die Saugleitung dient zur Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer. Sie besteht aus formstabilen Saugschläuchen der Größe A. Ein Ende wird an der Feuerlöschkreiselpumpe angeschlossen und das andere Ende in ein offenes Gewässer gelegt. Die Saugleitung wird mittels einer Mehrzweckleine am Fahrzeug gesichert.

 

Schaumstrahlrohr

Schaumstrahlrohre dienen dazu, dem am Zumischer entstandenden Wasser-Schaummittel-Gemisch die nötige Luft hinzuzufügen. Sie sind Armaturen zur Löschmittelabgabe.

 

Schlauchbrücke

Müssen Schläuche über eine Straße verlegt werden, werden Schlauchbrücken eingesetzt um die Schläuche vor dem Gewicht der Fahrzeuge zu schützen. Dazu werden die Schläuche in die Schlauchbrücke eingelegt.

 

Schlauchtrupp (ST / S-Trupp)

Der Schlauchtrupp besteht aus mindestens 2 Feuerwehrangehörigen. Bei einem Brandeinsatz stellt er dem Angriffstrupp und dem Wassertrupp die nötigen Schläuchen für den Angriffsleitung zur Verfügung. Er bedient den Verteiler und kann unter Umständen 3. Angriffstrupp werden. Bei einem Hilfeleistungseinsatz bringt der Schlauchtrupp alle benötigten Gerätschaften vom Fahrzeug zur Einsatzstelle.

 

Schnellangriffseinrichtung

Löschfahrzeuge, die mit einem Tank ausgestattet sind, verfügen in den allermeisten Fällen über eine Schnellangriffseinrichtung. Diese besteht aus einem 50 Meter langen, formstabilen Schlauch und ist auf einer Haspel aufgerollt.

 

Staffel (1/5/6)

Die Staffel ist eine taktische Einheit bei der Feuerwehr. Sie besteht aus 6 Feuerwehrangehörigen. Einem Maschinisten, einem Staffelführer, dem Angriffstrupp (2 FA) und dem Wassertrupp (2 FA)

 

Standrohr

Das Standrohr dient zur Wasserentnahme aus dem Leitungsnetz über einen Unterflurhydranten.

 

Stromerzeugungsaggregat

Bei der Feuerwehr finden viele elektrische Geräte Verwendung. Um diese an Einsatzstellen betreiben zu können führen einige Fahrzeuge Stromerzeugungsaggregate mit sich. Diese werden über einen Verbrennungsmotor angetrieben und erzeugen über einen Generator den notwendigen Strom.

 

T

Tanklöschfahrzeug (TLF)

Tanklöschfahrzeuge verfügen über eine Feuerlöschkreiselpumpe, einen Wassertank und eine Schnellangriffseinrichtung. Die Besatzung besteht nach neuester Norm aus einem Trupp (1/2), ältere Fahrzeuge sind jedoch mit Staffel- oder sogar Gruppenkabine versehen.

 

Tragbare Leitern

Tragbare Leitern werden auf den Feuerwehrfahrzeugen mitgeführt und bei Bedarf von der Mannschaft entnommen und in Stellung gebracht. Es gibt 4 genormte Leitern.

  • 3-teilige Schiebleiter
  • 4-teilige Steckleiter
  • Hakenleiter
  • Klappleiter

 

Die 3-teilige Schiebleiter hat eine Nennrettungshöhe von 12 Metern.

 

Die 4-teilige Steckleiter hat eine Nennrettungshöhe von 7,20 Meter.

 

Die Hakenleiter ist nur als Zugangsleiter einsetzbar und nicht zur Menschenrettung geeignet. Ihre Einsatzhöhe ist das letzte anleiterbare Obergeschoss.

 

Die Hakenleiter ist ebenfalls nur eine Zugangsleiter und ist im ausgeklappten Zustand 3m lang.

 

Tragkraftspritze (PFPN, portable Feuerlöschkreiselpumpe)

Eine Tragkraftspritze ist eine mobile Feuerlöschkreiselpumpe. Sie wird entweder zur Löschwasserentnahme an einem offenen Gewässer eingesetzt oder dient als Verstärkerpumpe bei der Löschwasserförderung über lange Wegstrecken.

 

Trupp / selbstständiger Trupp (1/2/3)

Der Trupp ist die kleinste taktische Einheit bei der Feuerwehr. Sie besteht aus einem Truppführer und einem Truppmann.

 

Der selbstständige Trupp, welcher auf Fahrzeugen mit Truppkabine zum Einsatz kommt besteht aus einem Truppführer, einem Truppmann und einem Maschinisten. (1/2)

 

U / Ü

Überdruckbelüftung

Bei sämtlichen Bränden in geschlossenen Räumen entstehen giftige Gase. Nach Abschluss der Löscharbeiten müssen die verrauchten Räume deshalb gut belüftet werden um eine Gefährdung für Personen auszuschließen (z.B. Nachbarwohnungen). Hierzu wird ein Drucklüfter eingesetzt. Angetrieben werden diese Gebläse über einen Verbrennungsmotor, einen Elektromotor oder mittels Wasserkraft (Turbine).

 

V

Verband

Die Zusammensetzung des Verbandes ist nicht einheitlich definiert. Als Verbände werden Einheiten mit mehr als 31 Mann bezeichnet, der also größer als ein erweiterter Zug ist. Die Führung obliegt dem Verbandsführer. Oft wird der Verbandsführer von einer Führungsstaffel oder einer Führungsgruppe beim Leiten des Einsatzes unterstützt.

 

Verteiler

Der Verteiler ist eine Armatur zur Wasserfortleitung. Seine Aufgabe besteht darin, einen Löschwasserstrom in mehrere Löschwasserströme zu verteilen. Es gibt ihn in den verschiedensten Ausführungen und Größen. Am häufigsten wird der B-CBC-Verteiler bei den Feuerwehren verwendet. Das bedeutet, dass er eine ankommende B-Leitung auf 2 C-Leitungen und eine B-Leitung aufteilen kann.

 

W

Wassertrupp (WT / W-Trupp)

Der Wassertrupp besteht aus mindestens 2 Feuerwehrangehörigen. Bei einem Brandeinsatz stellt er die Wasserversorgung vom Fahrzeug zum Verteiler und von der Wasserentnahmestelle zum Fahrzeug her. Er stellt den Sicherheitstrupp für den Angriffstrupp und kann unter Umständen 2. Angriffstrupp werden. Bei einem Hilfeleistungseinsatz sichert der Wassertrupp die Einsatzstelle gegen Dunkelheit, Brandgefahr, Einsturz, Wegrollen, fließenden Verkehr, Betriebsstoffe und Energieversorgung.

 

Werkfeuerwehr (WF)

Eine Werkfeuerwehr ist eine staatlich anerkannte Feuerwehr eines Betriebes oder einer Verwaltung. Sie schützt nicht die Allgemeinheit, sondern den entsprechenden Betrieb. Ihre Struktur, Ausstattung und Ausbildung entspricht dem Aufbau einer Freiwilligen Feuerwehr.

 

X
 
Y

 

Z

Ziehfix

Vorrichtung zum Ziehen von Schließzylindern an Türen, um im Notfall ins Gebäude zu gelangen. Mit dieser Vorrichtung werden die Schließzylinder durch Zug gebrochen und aus dem Schloss entfernt.

 

Zug (1/3/18/22)

Der Zug ist eine taktische Einheit bei der Feuerwehr. Er besteht aus einem Zugführer, dem Zugtrupp als Führungseinheit und aus Gruppen, Staffeln oder Selbstständigen Trupps.

Der Zug hat in der Regel eine Mannschaftsstärke von 22.

 

Für besondere Aufgaben kann der Zug um einen Trupp, eine Staffel oder eine Gruppe erweitert werden.

 

Zumischer

Der Zumischer ist eine Armatur, welche auf dem Injektorprinzip basiert und dem Löschwasser das Schaummittel hinzufügt.